Akustikusneurinome sind gutartige Tumoren, welche vom Gleichgewichtsanteil des VIII.Hirnnerven (N.vestibulo-cochlearis ="Gleichgewichts-Hörnerv") ausgehen. Sie entstehen in der Regel im inneren Gehörgang und wachsen langsam in Richtung auf das Gehirn bzw. den Hirnstamm [Abbildung].
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Typische Erstsymptome solcher Tumoren sind Hörstörungen ("Hörsturz"), Ohrgeräusche (Tinnitus) und Schwindel; bei weiterem Größenwachstum [Abbildung] können Ertaubung, eine gleichseitige Gesichtslähmung durch Druck auf den N.facialis, schließlich Störungen der Gesichtssensibilität und Kaufunktion (N.trigeminus) sowie Störungen der Schluckfunktion, Geschmackstörungen, Heiserkeit und Zungenlähmung durch Druck auf die unteren Hirnnerven (Nn.IX-XII) hinzutreten. Wenn dies auftritt, hat der Tumor oft bereits zu einer Verlegung der Abflußwege des Nervenwassers mit Hirndruckzeichen (u.a. Kopfschmerz, Erbrechen) sowie einer Verdrängung des Hirnstamms geführt, eventuell zu Halbseitenlähmungen. Wenn Tumoren eine solche Größe erreicht haben [Abbildung], sind sie akut lebensbedrohlich und müssen schnellstens behandelt werden.
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Die Behandlung der Akustikusneurinome sollte daher möglichst in einem frühzeitigen Stadium erfolgen, wenn das Risiko der Operation überschaubar und eine weitgehende Schonung wichtiger nervaler Strukturen möglich ist.
Seit 1991 wurden an der Neurochirurgischen Univ.Klinik Würzburg gemeinsam mit der hiesigen Univ.HNO-Klinik ein interdisziplinäres Behandlungskonzept. Als Faustregel kann gelten: Wenn der Tumor auf den inneren Gehörgang beschränkt ist, kann er von der Schläfe aus über einen rein HNO-ärztlichen Zugang operiert werden; größere Tumoren werden gemeinschaftlich von neurochirurgischer und HNO-ärztlicher Seite über einen hinteren ("subokzipitalen") Zugang mikrochirurgisch versorgt.





